Über mich
Mein Weg in die Medizin begann beim Jugendrotkreuz, mit den ersten Erste-Hilfe-Kursen. Später kamen zehn Jahre Rettungsdienst in Sierning und Linz dazu — freiwillig, direkt am Patienten. Diese Zeit hat eine Frage in mir wachgehalten:
Wie hängen Beschwerden zusammen, und warum kommt der eine Mensch wieder auf die Beine und der andere nicht?
Um das zu verstehen, habe ich Medizin studiert.
Die Jahre danach haben mich nach meiner Grundausbildung bei den Barmherzigen Brüdern Linz durch viele Bereiche geführt — die Unfallchirurgie, die Kinderklinik, den hausärztlichen Notdienst im Mühlviertel, später die Arbeitsmedizin. Je länger ich gearbeitet habe, desto deutlicher wurde mir bewusst, wie viel sich erst zeigt, wenn man genau genug hinsieht — und wie selten der Praxisalltag das zulässt.
Dass ich heute als Wahlärztin arbeite, ist eine Entscheidung, die genau hier ansetzt. In der Kassenpraxis ist die Zeit pro Termin knapp bemessen — für ein ausführliches Gespräch reicht sie selten.
Als Wahlärztin kann ich so arbeiten, wie ich es für richtig halte, mit der Zeit, die eine gute Behandlung braucht.
AUSBILDUNG | WERDEGANG
Seit 2015: Praxisvertretung für Dr. Dieter Mojzischek
Seit 2016: Tätigkeit als Arbeitsmedizinerin, Fokus auf Schmerzprävention
Aktives Notarztdiplom · DFP-Diplom der Österreichischen Ärztekammer
Diplome: Arbeitsmedizin · Ernährungsmedizin · Geriatrie
Schmerztherapeutin nach Liebscher & Bracht
Phytotherapie — Ausbildung läuft bis Ende 2026
Studium der Humanmedizin an der Meduni Wien, Promotion 2009
10 Jahre Rettungssanitäterin, Rotes Kreuz Linz
Turnusausbildung Krankenhaus Barmherzige Brüder Linz, Unfallkrankenhaus Linz, Kinderklinik Linz
Sekundarärztin Chirurgie Krankenhaus Barmherzige Brüder Linz
Seit 2013: Hausärztlicher Notdienst im Mühlviertler Raum
SCHWERPUNKTE & ARBEITSWEISE
Vieles, was für eine ordentliche Diagnose zählt, kommt erst im Gespräch zur Sprache — wenn dafür genug Zeit bleibt. Deshalb beginnt bei mir jede Behandlung mit einem ausführlichen Gespräch. Als Ärztin für Allgemein- und Familienmedizin interessiert mich mehr als das Symptom, mit dem jemand zu mir kommt — auch die Vorgeschichte und der Zusammenhang, in dem die Beschwerden entstanden sind.
Eine gründliche Anamnese ist die Basis:
vorbestehende Erkrankungen
frühere Befunde
die laufende Medikation
der Alltag mit Arbeit
Schlaf
privaten Verpflichtungen
Erst aus diesem Bild wird sichtbar, was zusammengehört. Diese Zeit nehme ich mir.
Gesundheit ist ein Prozess — sie entsteht jeden Tag neu und verlangt aktive Mitarbeit.
Vier Säulen halten sie über lange Zeit stabil:
Treten Beschwerden auf, ist fast immer eine dieser Säulen ins Wanken geraten, manchmal mehrere. Bevor wir über Medikamente sprechen, sehen wir gemeinsam dorthin.
Was Familienmedizin für mich bedeutet
Familienmedizin heißt für mich, Menschen über Lebensphasen hinweg zu begleiten — vom Kind bis ins hohe Alter, oft auch in der palliativen Phase. Auch ganze Familien begleite ich gerne als Einheit, denn gerade im Zusammenleben wird sichtbar, woher Stress, Schlafprobleme oder Sorgen wirklich kommen.
Für Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen und Kinderimpfungen sind Kinderärztin und Kinderarzt die richtige Adresse.
Was mich an meiner Arbeit begeistert
Der Moment, in dem sich aus vielen einzelnen Beobachtungen ein klares Bild fügt. Jemand kommt mit Beschwerden, die schon länger Fragen aufwerfen. Wir gehen die Vorgeschichte in Ruhe durch, und irgendwann wird erkennbar, was zusammengehört. Dieses Erkennen ist für mich der Kern ärztlicher Arbeit — daraus wird eine Diagnose, die stimmt, und ein nächster Schritt, den der Mensch vor mir auch gehen kann.
Und wenn es jemandem nach Wochen oder Monaten spürbar besser geht, weiß ich wieder, warum ich Ärztin geworden bin.